Das Cafe Sara mal anders

Die „SophiEsten" zeigten bei ihrem Auftritt in Sankt Joseph
vollen Einsatz.

Von Henning Brüggemann

Die „SophiEsten", so nennt sich die Seniorinnentheatergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-West. Am Sonntag statteten die Damen der Katholischen Gemeinde Sankt Joseph einen Besuch ab und führten im Rahmen von des Cafes Sara ihr Theaterstück mit dem Titel „Als ich einmal Kind bin" auf. Ziel der „SophiEsten" ist, die Zuschauer an ihre eigene Kindheit und Jugend in den fünfziger und sechziger Jahren zu erinnern. „Außerdem steckt doch in jedem von uns ein Kind, egal wie alt man ist", so die

Projektleiterin Daniela Posada-Bangert. Im ersten Teil der Aufführung wird ein Klassentreffen nach 50 Jahren in einem Cafe dargestellt. Die vier Damen Monika, Inge, Renate und Heidi schwelgen in Erinnerungen und lassen ihre Schulzeit Revue passieren.
Eine humorvolle Aufführung mit Tanz- und Gesangseinlagen.

Dabei geht es beispielsweise um das revolutionäre Tragen eines Hosenanzuges statt eines traditionellen Rockes in der Schule. Auch die Traumberufe zu der damaligen Zeit spielen eine Rolle, ganz hoch im Kurs stand der Beruf Stewardess, da kam man mm in der Welt. All diese Themen ihrer ehemaligen Schülerinnen hat auch Frau Dr. Hasenklein nicht vergessen, die Deutschlehrerin. Dass die Frauen nichts aus ihrem Unterricht vergessen haben, zeigen sie mit einer musikalischen Interpretation des Gedichtes Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland von Theodor Fontane. Im zweiten Teil geht es um eine Kuh, die kurz nach dem Krieg vor den Russen versteckt werden muss. Auch am Ende dieser Geschichte lassen die Frauen den Kindern in ihnen freien Lauf und tanzen im Kuhkostüm über die Bühne