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Selbstbewusstseinsförderung von Mädchen und Jungen durch theaterpädagogische Methoden  

Hintergrundwissen:
Kinder verfügen häufig über wenig Durchsetzungskompetenz gegenüber Erwachsenen oder Jugendlichen. Oft werden sie Opfer von Übergriffen gleichaltriger Kinder (vgl. Studie von Barz 1990). Auseinandersetzungen mit gewalttätigen Übergriffen durch andere Kinder gehören zu den alltäglichen Erfahrungen von Kindern. Etwa 250000 Kinder im Jahr werden sexuell misshandelt, überwiegend durch Männer. Von den oben beschriebenen Situationen sind meist angepasste und unsichere Kinder betroffen, denn immer noch werden Kinder zu Anpassung und Gehorsam erzogen. Dieser Erziehungsstil kann zur Handlungsunfähigkeit des Kindes bei Konfliktsituationen führen. (vgl. Studie von Enders 1990).


Ziel:
Das Ziel von Selbstbewusstseinsförderung durch theaterpädagogische Methoden ist, der Angst der Kinder vor Konfliktsituationen entgegenzuwirken. Die oben beschriebenen Defizite sollen deshalb nicht Ausgangspunkt der Arbeit sein. Die Stärken der Mädchen werden herausgearbeitet. Die Authentizität ihrer Gefühle im Bezug auf die Körpersprache soll verdeutlicht und in Einheit gebracht werden. Durch das Wissen, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und diese darstellen zu können, wird der Wille zur Selbstbehauptung und zur Widerstandsfähigkeit geweckt.

Methodenbeschreibung:
Bei diese Form der Selbstbewusstseinsförderung wird den Kindern die Aussagekraft ihrer Körpersprache durch Mimik- und Gestikschulung bewusst. Durch das Erlernen einer ihnen gemäßen, facettenreichen Körpersprache und verbalen Aussagekraft wird ihnen die Fähigkeit vermittelt, diese Körpersprache situationsangepaßt einzusetzen. Die Wahrnehmung der eigenen Körpersprache, des eigenen Körpergefühls und der Fremdwirkung wird durch Partner und Teamübungen gestärkt. Alternativen des Auftretens werden erarbeitet. Im Rollenspiel werden Problemsituationen nachgespielt. Danach werden diese Situationen von den Kindern selbständig durch ihr eigenes szenisches Einbringen variiert, bis alle Kinder von der entstandenen Problemlösung überzeugt sind.

Praktische Umsetzung:
Der Übergang zur Selbstdarstellung wird erleichtert durch Mimik- und Gestikarten oder Taskkarten. Improvisationstheatertechniken wecken die Neugierde an der eigenen Körpersprache. Spiegelungsübungen aus dem Fach Pantomime schulen den Blick der Fremdwahrnehmung. Der „Ja-Nein“ Kreis in Verbindung mit Büchern wie: „Das Große und das Kleine Nein“ regen zur eindeutigen Körpersprache an. Grundübungen aus dem Bereich Stimmbildung verhelfen zu einer klaren Aussprache. Durch die thematische Verarbeitung im Rollenspiel werden die Inhalte verinnerlicht und in das eigene Leben der Kinder transportiert. Die Methode des „Forumtheaters“ nach Boal wird eingesetzt, um Problemsituationen im Rollenspiel auszuleben und zu lösen.

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