WAZ 22. Dezember 2004

Märchen-DVD macht Mühe

Hauptschüler erstellen für das Kulturamt Mitschnitt des Festivals

Als „Knochenarbeit“ bezeichnete stellvertretender Kulturamtsleiter Gerd Heinemann die Produktion der Dokumentations-DVD des Märchenfestivals im September 2004, das die Schüler der Klasse 9a der Hauptschule Lehmkuhle mit der Videokamera begleiteten.

Doch wie in diesem Genre üblich, ist dem fertigen Produkt von der Mühe nicht mehr viel anzumerken. Dafür sorgten die professionelle filmische Betreuung durch Ferdinand Fries und die Unterstützung der Theaterpädagogin Daniela Posada-Bangert.

Als Ideengeber und Models waren die Schüler schon bei der Gestaltung des Festivalplakats mit von der Partie. Für die Dokumentation hatte das Kulturamt lediglich Anzahl und Auswahl der zu dokumentierenden Aufführungen vorgegeben. Diesen rein dokumentarischen Inhalt banden die Schüler in eine Rahmenhandlung ein: In einer Quiz-Show stellen drei skurrile Kandidaten ihr Wissen über Märchen unter Beweis. Den folgenden Doku-Block leiten Zuschauer-Statements zum Märchenfestival ein, bevor die Puppentheater-Akteure selbst zu Wort kommen und filmische Ausschnitte ihrer eigenen Festival-Beiträge kommentieren.

Das Projekt wurde finanziert mit Mitteln des Landesministeriums für Städtebau. Das Kulturamt wird die DVD einsetzen, um Zuschüsse und Sponsorengelder einzuwerben – denn das nächste Festival kommt bestimmt.
(mis)