Anderes als Arztbesuch
Viel Applaus für die Arrenberger Seniorentheatergruppe



Daniela Posada-Bangert (2. v.r.) in einer Szenenprobe mit (v.l.) Ulrike Bockmühl, Barbara Geiger,
Maria Schneider und Beate Deutsch.
Foto: Hoffmann

Der Spaß an der Freude stand den neun Mitgliedern der Seniorentheatergruppe vom Arrenberg ins Gesicht geschrieben. „SophiEsten" nennen sie sich. Für ein Jahr bekam die Gruppe eine Förderung der Paul-Kuth-Stiftung. So konnten sie die Arbeit mit der Theaterpädagogin und Schauspielerin Daniela Posada-Bangert aufnehmen

„Helden" heißt das Werk, das die Gruppe selbst geschrieben und konzipiert hat. Das gut einstündige Theaterstück stellt die unterschiedlichen Formen und Auffassungen vom modernen Helden vor und in Frage. Was ist ein Held? Die Damen machen dabei ganz bewusst auch auf die vielen kleinen Helden aufmerksam, denen wir Tag für Tag im ganz gewöhnlichen Leben begegnen. Ein Spiel, das zum Nachdenken und zur Diskussion anregt.
Und das haben die neun Schauspielerinnen im Sinn. In drei sehr unterschiedlichen Szenen werden die Begriffe vom „Helden" vorgeführt. Da gibt es den vielen bekannten U-Wagen vom Rundfunk, der zur Diskussion einlädt und der im Theaterstück dazu benutzt wird, Menschen unterschiedlichster Ansichten in die Diskussion hineinzuholen.
„SophiEsten" nennen sich die Damen, gewissermaßen mit. einem Augenzwinkern, wie Ulrike Bockmühl (57), Sprecherin der Gruppe, sagt: „Als 'SophiEsten' rücken wir uns in die Nähe der vor-sokratischen Philosophen, der Denker und Weisen mit einem Augenzwinkern. Und wir möchten andererseits unsere Zugehörigkeit zur Neuen Kirche dokumentieren, die ja im Volksmund die Sophienkirche genannt wird."

Mitten in Elberfeld

Die „SophiEsten" proben näm¬lich im Gemeindesaal der So¬phienkirche im Luisenviertel. Zur Truppe gehören Brigitta Biesen¬bach (67), Ulrike Bockmühl, Beate Deutsch (56), Barbara Geiger (67),Christel Kaiinka (65), Luzie Mus¬kalla (60), Monika Reiher (71), Vreni Röhrens (71) und Maria Schneider (65).
Die Schauspielerinnen hoffen, dass sie die Möglichkeit bekommen weiterzuarbeiten. „Die Theaterarbeit gibt die Chance etwas zu geben, was man hat", sagt Barbara Geiger. Sie konnte zum Beispiel mit einem echt schwäbischen Ak¬zent glänzen. Denn geboren wurde sie am Bodensee und hat auch einen Teil ihrer Kindheit dort verbracht, bevor die Familie nach Wuppertal zog. Und es ist ihnen wichtig, andere Themen als Arztbesuche und Therapien aufs Tapet zu bringen: „Das wollen wir nicht mehr hören!", sind sie sich einig. Gerne spielen sie ihr Stück auch vor interessierten Gruppen.
Wer neugierig geworden ist und die „SophiEsten" einladen möchte, kann sich mit Ulrike Bockmühl in Verbindung setzen: © 303051 oder via E-Mail ubockmuehl@se-nioren-arrenberg.de

Ruth Hoffmann