„Als Erwachsener ist man einsam"
SATT Kinder-Visionen zum Thema „Wenn ich einmal groß bin..."



Kinder der katholischen Grundschule
machten sich in ihrem Stück Gedanken
darüber, was passiert, „Wenn ich einmal
groß bin...“. Foto: Simone Bahrmann

Velbert. „Wenn ich einmal groß bin ..." Diese Frage, die alle Kinder bewegt und deren Antwort sich im Laufe der Kindheit stetig verändert, hat der Schauspielnachwuchs. der katholischen Grundschule Neviges zum Thema eines Theaterstücks gemacht. Gestern Vormittag zeigten es die Kinder im Rahmen des Schul -und Amateurtheater-Treffens (SATT) in der Vorburg von Schloss Hardenberg.
„Ich habe das Thema festgelegt, und die Kinder haben dann ihre Ideen dazu in einen Bottich gegeben. Ich habe umgerührt, und fertig war das Stück", sagte Theaterpädagogin Daniela Posada-Bangert lachend. Drei Monate haben die Kinder aus dem zweiten bis vierten Schuljahr geprobt. Herausgekommen, ist ein Stück, das nicht nur die Jüngsten nachdenklich machte.


Es ging um die Frage, ob man seine Kindheitsträume verwirklichen kann. Und ob man dann automatisch glücklich ist.
Pilot, Tierärztin oder Bürgermeisterin möchten die Kinder werden. Stuntman bei James Bond, Büchereibesitzerin, um alle Ausgaben von Cornelia Funke aufzukaufen, oder Moderatorin, um Interviews, mit Hannah Montana zu führen. Doch nachdem sie - untermalt von Doris Days „Que sera, sera" - mit dem Zug in die Zukunft gefahren sind und ihre Träume sich verwirklicht haben, sieht die Welt ganz anders aus - sie sind einsam. Also geht es mit dem nächsten Zug zurück in die Kindheit.
„Als Erwachsener ist man einsam. Besonders wenn man keine Haustiere hat", sagte Rebekka  (9) anschließend. Und Freundin Juliana (10) pflichtete ihr bei: „Ohne Eltern muss man alles alleine machen." Angst vor dem Erwachsenwerden haben die kleinen Schauspielerinnen dennoch nicht: „Die Erwachsenen haben es ja auch geschafft. Auch wenn sie es nicht wollten."